Ideenlager


OLED – Organische Leuchtdioden
November 11, 2008, 1:51
Gespeichert unter: alltägliches, technisches | Schlagworte: , ,

Eigentlich wollte ich heute über etwas anderes schreiben, aber da bin ich auch noch nicht über diesen hochinteressanten Bericht gestolpert: http://www.ibrahimevsan.de/2008/11/10/oled-ist-die-zukunft-der-technischen-illusion/. Abgesehen von dem selbstverständlichen Einsatz in Bildschirmen, eröffnen sich viele Möglichkeiten, darunter auch das elektronische Papier, welches dem gedruckten Medium evtl. den Rang abkaufen könnte. Und um ehrlich zu sein, wären mir 2 Seiten aus diesen OLEDs lieber, als die zahlreichen Bücher, die sich bei mir stapeln. Das Papier ist ein wunderschöner Informationsträger, aber es kostet Platz und Holz, wobei mir das zweite besser in Form eines Baumes gefällt.

Mit dem Aufkommen der OLEDs, welche bereits im kommenden Jahr einsatzfähig sein sollten, ist es sehr wahrscheinlich, dass neben neuen Produkten auch neue Unternehmen aus dem Boden schießen werden, die die OLEDs für sich nutzbar machen. Denkbar ist vieles. Von dünneren Displays in Laptops, Bildschirmen, Tastaturen über ePaper Lösungen bis hin zu Leuchtmitteln.

Doch sind die OLED-Displays laut meiner Information nicht transparent. Der Vorteil gegenüber den LCD Displays liegt darin, dass sie kein Licht benötigen, sondern von selbst aus strahlen. Ein Nachteil wäre zum Beispiel die relativ kurze Lebensdauer von 17 Jahren.

Dennoch kann man recht viel damit anfangen:

  • Ersatz für Fenster bei mieser Aussicht
  • Tapeten mit downloadbaren Mustern (Bilder, Videos)
  • Werbesäulen, die Werbefilmchen abspielen
  • multimediale Schaufenster, die den vorbeilaufenden Passanten mit einbeziehen
  • Einsatz in Fahrstühlen
  • Ersatz für Fußböden
  • dekoratische Tischoberfläche, die auf Wunsch die Aufteilung der Sitzpositionen und des Bestecks übernimmt (natürlich rein optisch)
  • Türen, die auch geschlossen eine Kommunikation mit einer davorstehenden Person ermöglichen
  • Neuartige Ampeln
  • Straßenschilder
  • Fahrpläne
  • Ersatz für Karten (Eintrittskarten, Fahrkarten, etc)
  • exklusive Verpackungen

Dabei kommt mir wieder ne Idee. Statt einem Geldbeutel trägt jeder ein OLED-Display mit sich rum, welches leicht zusammengerollt werden kann. Darauf sind alle Informationen gesichert, die man auch sonst mit sich rumschleppen würde. Evtl. ist das Teil dann per Stimmenidentifikation, Fingerabdruckabgleich oder Retinascan geschützt. Bezahlt wird einfach, indem man einen vorhanden Anschluss nutzt, um den Betrag zu überweisen, natürlich ohne persönliche Daten von sich preiszugeben.  Natürlich wäre diese neuartige Geldbörse auch als Schlüssel denkbar, um digital geschützte Türen zu entriegeln. Und – um auch diesen Platz in der Hose einzusparen – als Handy. Allerdings sollte das Ding dann tunlichst nicht kaputtgehen ;D


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