Ideenlager


Die Legende von Lia – Teil 1
Dezember 7, 2008, 8:25
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Diese Woche hatte ich die Idee zu einer Geschichte. Wenn ich ehrlich bin, hab ich nicht selten an meiner Fähigkeit Geschichten zu erzählen gezweifelt. Dabei ist sogut wie alles, was der Mensch schafft, eine Geschichte in sich selbst. Und ohne die in Bild, Text und Ton erzählten Geschichten wäre die Welt um vieles ärmer. Doch über was spricht die Welt? Was ist es wert, in einer Geschichte festgehalten zu werden, damit diese zahlreiche Menschen erreicht, berührt, bewegt oder sogar verändert? „Die Legende von Lia“ ist meiner Meinung nach eines solche Geschichte.

Sie beginnt bei Byron, dem forschen Sohn eines Industriegiganten. Wir sehen ihn in einem Hubschrauber über einen Wald dahinfliegen. Er ist unterwegs Richtung einem Bereich, der von dem Unternehmen seines Vaters abgeholzt wird. Dort sind Probleme aufgetaucht, die es zu lösen gilt. Die Arbeiter vor Ort berichten über Alpträume, die sie tagsüber plagen und am Arbeiten hindern. Angeblich sind die Pflanzen in diesem Ort zu Leben erwacht und wehren sich gegen die Eindringlinge. Da dies wissenschaftlich nicht haltbar ist, wurde es von dem jungen Chef als Humbug abgetan und um dies zu untermauern, will er das Problem an Ort und Stelle lösen.

Als er eintrifft wird er von dem Vorarbeiter willkommen geheißen und begleitet diesen in seine Räumlichkeiten. Dieser erklärt ihm die Situation und zeigt ihm die Arbeiter, die sich ängstlich in ihre Container verzogen haben. Byron scheucht diese auf und macht sich mit ihnen persönlich in Richtung des Waldrandes. Dort angekommen, scheinen sie gegen eine Wand aus durchdringender Angst zu laufen. Auch Byron wird von der Angst ergriffen und meint zu sehen, wie die Pflanzen ihn und die anderen attackieren. Sein Verstand sträubt sich dagegen auf und er beginnt klarer zu sehen. Kurz darauf bemerkt er eine Gestalt in den Bäumen, die sich daraufhin aus dem Staub macht.

( Die Geschichte ist noch nicht detailiert ausgearbeitet. Ich hatte mich nur festgelegt, was ich erzählen möchte und worum es sich handeln soll. Details müssen von mir noch erarbeitet werden. Natürlich hab ich mich, wie bereits in meiner Diplomarbeit an die Erzählstruktur von Joseph Campbell gehalten. Diese wurde von Christopher Vogler den Drehbuchautoren nahegelegt und bereits von George Lucas für Star Wars genutzt.

In der Geschichte geht es zum Einen um den Konflikt zwischen der Technik und der Natur. Einerseits unterwirft sich die Natur dem Menschen und läßt alles mit sich machen. Andererseits bleibt der Eingriff des Menschen nicht ohne Folgen. In den letzten Jahren hat die Natur dies der Menschheit deutlich zu verstehen gegeben.

Zum Anderen geht es in der Geschichte um Haben & Sein (nach Erich Fromm). Eine kleine Geschichte, um den Kontrast zu verdeutlichen: Ein Mann läuft am Straßenrand entlang und sieht eine Blume. Er pflückt sie und nimmt sie mit nach Hause wo er sie bewundern kann, bis sie verwelkt. (Haben) Ein anderer Mann sieht die Blume und erfreut sich ihrer Schönheit. Doch er reißt sie nicht aus, sondern läßt sie an Ort und Stelle. (Sein)

Die Gesellschaft, wie wir sie heute kennen, ist sehr „Haben“ orientiert. Wir umgeben uns mit Dingen, die wir uns erträumen, wünschen oder begehren. Auch die Liebe ist zu einer Ware verkommen. Die Person die wir lieben, wollen wir besitzen. Wir wünschen uns, dass sie nur uns liebt und sind enttäuscht, wenn sie es nicht tut. Wir heiraten sogar,  um die andere Person für immer an uns zu binden.

Dies zur Erläuterung dessen, was die Geschichte nun erzählt.)

Am nächsten Tag macht sich Byron auf die Suche nach der Gestalt, die er in den Bäumen gesehen hat. Seine Gefährten nehmen jedoch schon bald reißaus. Doch Byron läßt sich nicht entmutigen und dringt weiter in den Wald hinein. (Hier käme ein Kampf, der ihn fast das Leben kostet) Nach einigen Schwierigkeiten kommt er dann an einen riesigen Baum und findet dort, was er gesucht hat. Lia, so der Name der Baumfrau, wurde in dem Wald von einer Überlebenden eines Flugzeugabsturzes geboren. Einer dieser Bäume ist eine Art Lebensbaum, mehrere tausend Jahre alt und fähig mit den Menschen zu kommunizieren. Er nimmt sich auch Lia an und zieht sie groß. Er und die Pflanzen in seiner Umgebung weisen schon beinahe menschliche Eigenschaften auf.

Byron verbringt einige Tage mit Lia in dem Wald und lernt sie kennen und lieben. Natürlich will er sie daraufhin mitnehmen. Aus Neugier folgt ihm Lia und wird von ihm in seine Welt gebracht. Doch die Geschichte endet nicht hier. Sie verbringen eine Zeit lang miteinander, in der Lia viele Wunder geschehen läßt. Byron hingegen macht sie zu seiner Frau und versucht Lia seiner Welt anzupassen. Dieser Versuch scheitert und hat den Tod von Lia zur Folge: Sie verwelkt ähnlich einer Blume. Der Tod von Lia rüttelt Byron auf und er beginnt zu verstehen. Er verkauft das Unternehmen, das ihm sein Vater vererbt hat und sichert das Fortbestehen des Waldes. Die Leiche von Lia bringt er zu dem Lebensbaum im Wald. Ob Byron nun in dem Wald lebt oder zurück zu den Menschen geht, ist noch offen.

(Die Geschichte wird von mir in der nächsten Zeit verfeinert. Es kommen noch ein paar Charaktere hinzu, die für die Geschichte von Nutzen sind. Titel und Namen sind vorerst nur reine Platzhalter)


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